Am ersten Fastensonntag um 10:30 Uhr startete das diesjährige Fastenprojekt in der Stadtpfarrkirche unter dem Motto „Auf dem Weg nach Ostern“. Vor dem Altar wurde dazu ein großer Weg aufgebaut, auf dem es nun Sonntag für Sonntag weitergeht. Natürlich dürfen auch Figuren nicht fehlen, die diesen Weg symbolisch mitgehen.
Der Weg führt derzeit noch ins Leere – die Osterkerze ist schließlich noch nicht da! Doch Jerusalem ist bereits in Sichtweite.
Die erste Station des Weges führte in die Wüste. Jesus war 40 Tage in der Wüste und hat gefastet. In dieser Zeit erlebte er auch verschiedene Versuchungen: Der Teufel versuchte immer wieder, ihn zu verführen. Diese Versuchungen kennen wir auch aus unserem Alltag – die Versuchung des „Haben-Wollens“, des „Berühmt-sein-Wollens“ und des „Mächtig-sein-Wollens“.
Dargestellt wurden diese Versuchungen durch drei „Marktschreier“, die sie besonders verlockend anpriesen. Im Gottesdienst wurde dazu anschaulich eine Marionette gezeigt: Eine Figur, die an Fäden hängt und von oben gelenkt wird. Sie machte deutlich, was Versuchungen bewirken können – sie wollen uns Fäden anlegen, damit wir wie fremdgesteuert handeln und unsere Freiheit verlieren.
Doch Jesus sagte klar „Nein“. Und genau dazu sind auch wir in den 40 Tagen der Fastenzeit eingeladen: bewusst „Nein“ zu sagen zu dem, was uns unfrei macht. Wer den Mut hat, sich nicht an Fäden legen zu lassen, wird innerlich freier und schafft Raum für Gott im eigenen Herzen.
Für die Kinder gab es ein rotes Band für den Palmbuschen. An jedem Sonntag kann nun ein weiteres farbiges Band gesammelt werden, sodass der Palmbuschen bis zum Palmsonntag bunt geschmückt ist.
