Der Fasten-Weg führte viele Gläubige zur Feier des Gottesdienstes am 2. Fastensonntag zusammen. In einem Gottesdienst wird natürlich gebetet und gesungen – doch er wird auch gefeiert, um von Gott zu erfahren. Etwas von Gott zu erfahren, ist allerdings gar nicht so einfach: Man kann ihn nicht anfassen, man kann ihn nicht sehen, man kann ihn nicht direkt hören.
Der Fasten-Weg führte an diesem Sonntag auf einen hohen Berg: den Berg der Verklärung Jesu. Auch Jesu Jünger fragten sich, wie Gott denn sei, weil auch sie Gott nicht sehen, hören oder anfassen konnten. Da wurde Jesus vor den Augen der Jünger verwandelt, und aus einer Wolke rief eine Stimme: „Dieser ist mein geliebter Sohn […]; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Gott sagt also, dass die Menschen auf Jesus hören sollen. Um etwas von Gott zu erfahren, muss man daher „nur“ auf Jesus hören, denn seine Worte sind zugleich Gottes Worte – schließlich kennt Jesus Gott so gut wie niemand sonst.
Doch was genau hat Jesus alles gesagt? Das wurde von den Mitfeiernden des Gottesdienstes vorgetragen. Einzelne Jesus-Worte wurden vorgelesen und an die noch kahlen Äste neben dem Ambo gehängt. So wie die Äste – hoffentlich spätestens an Ostern – blühen und Blätter tragen, so will Jesus mit seinen Worten die Herzen der Menschen zum Blühen bringen. Jesus spricht immer wieder davon, dass Gott zu den Menschen gütig ist und sie liebt. Und diese Botschaft kann auch heute die Herzen der Menschen neu aufblühen lassen.
