Mit dem Zug zur Krippe – Christkindlandacht in Mainburg
Mainburg – Unter dem Motto „Nächste Haltestelle: Weihnachten“ wurde die Christkindlandacht am Heiligen Abend in Mainburg zu einer besonderen Reise durch die Weihnachtsgeschichte. Im Abschluss des Adventsprojekts „Adventszug“ erzählten Kinder und Jugendliche die Geburt Jesu als Weg, den Menschen damals wie heute gehen müssen. Dabei verwandelte sich die Stadtpfarrkirche wieder in einen Bahnhof, in dem der Adventszug Halt machen konnte.
Kaplan Tobias Hirtreiter und Gemeindereferentin Andrea Engl, die als Erzählerin im Bahnpersonal-Outfit durch das Geschehen führte, begleiteten die Gemeinde durch das eindrucksvolle Krippenspiel. In humorvollen wie auch tiefgründigen Dialogen wurde deutlich: Weihnachten ist ein Geschenk, aber hingehen muss man selber.
Deshalb stand das „sich auf den Weg machen“ im Mittelpunkt des Krippenspiels. So traten Maria (Emma Müller) und Josef (Felix Freudenmacher), die nach dem kaiserlichen Befehl – verkündet von Benedikt Bendl als Bote – ihre beschwerliche Reise nach Bethlehem an. Ihre Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Frieden begleitete die Zuschauer durch die gesamte Handlung und verlieh der Geschichte eine besondere Nähe zur Gegenwart.
Parallel dazu wurde auf dem Feld das Leben der Hirten (Levi Filser und Malik Kapkovic) gezeigt, die mit Kälte, Müdigkeit und dem Gefühl der Bedeutungslosigkeit kämpften. Umso größer war ihr Staunen, als ihnen ein Engel (Emma Mirlach) die frohe Botschaft verkündete: Der Retter ist geboren – auch für sie. Zögernd, aber voller Hoffnung machten sie sich auf den Weg zur Krippe.
Ein weiterer Erzählstrang führte zu den Weisen aus dem Morgenland. Caspar (Fabian Biberger), Melchior (Emma Schindlbeck) und Balthasar (Laura Munninger) suchten mit Fernrohren und unter dem hellen Sternenhimmel nach Wahrheit, Sinn und dem größten Herrscher der Welt. Geführt vom Stern zogen sie – begleitet von ihren Kamelen – schließlich ebenfalls nach Bethlehem.
Alle Wege führten zur Krippe: Maria und Josef fanden nicht nur Unterkunft in einem einfachen Stall, ermöglicht durch die Schaffnerin und Wirtin Nina Müller, sondern auch Ruhe und Frieden. Nach und nach versammelten sich dort Hirten und Weise, legten ihre Gaben nieder und erlebten gemeinsam: Gott ist den Menschen nahe gekommen und dieses Kind in der Krippe schenkte den nörgelnden Hirte Freude, und den drei Weisen das Ziel ihres Suchens.
Die abschließende Szene führte zurück an den Bahnhof: Der Zug hielt an der Endhaltestelle Weihnachten. Und Kaplan Hirtreiter brachte den Kern der Feier auf den Punkt: Weihnachten sei kein Ziel auf einer Landkarte, sondern ein Ziel im Herzen. Wer sich auf den Weg mache, könne dort Frieden, Freude und Licht finden.
Eine Geschichte vom Unterwegssein, vom Suchen und Finden – und von der Hoffnung, die an Weihnachten in der Krippe ihren Anfang nimmt
