Der 5. Fastensonntag rückt bereits nahe an Ostern heran. Daher standen in den Schrifttexten schon die Auferstehung und das neue Leben im Mittelpunkt. Entlang des Fastenweges erinnert ein Bild eines Höhlengrabes – wie es zur Zeit Jesu üblich war – an dieses Thema.
Im Evangelium wird von Lazarus erzählt, der gestorben ist. Seine Schwestern Maria und Marta sind voller Trauer. Als Jesus kommt, bringen sie zugleich ihre Hoffnung zum Ausdruck: Sie sind überzeugt, dass ihr Bruder nicht gestorben wäre, wenn Jesus bei ihnen gewesen wäre. Jesus antwortet ihnen mit den Worten: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ (Joh 11,25) Er betet zu Gott und ruft Lazarus aus dem Grab – und das Wunder geschieht: Der Verstorbene tritt lebendig heraus.
Die Auferstehung zu verstehen, fällt sicherlich nicht leicht – wohl auch vielen Erwachsenen. Um dieses Geheimnis anschaulicher zu machen, erzählte Kaplan Hirtreiter in seiner Predigt die Geschichte vom kleinen Weizenkorn, das sich nicht säen lassen wollte. Es fürchtete die dunkle, kalte Erde und versteckte sich deshalb in der Scheune, während der Bauer die anderen Körner aussäte. Zunächst war es darüber froh. Doch eines Tages wurde die Scheune gefegt, und das kleine Weizenkorn landete mit dem Schmutz vor der Tür. Traurig erkannte es, dass es zu nichts mehr taugte: Während aus den anderen Körnern Mehl, Brot und andere Lebensmittel wurden, blieb es selbst ohne Frucht.
Diese zunächst traurige Geschichte macht deutlich: Nur wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und scheinbar „stirbt“, kann neues Leben entstehen. Wird es nicht gesät, bleibt es ohne Frucht.
Um dies sichtbar zu machen, durften die Kinder vor dem Altar selbst Weizenkörner in einen Topf mit Erde säen. Bis Ostern werden diese nun regelmäßig gegossen, sodass hoffentlich ein kleines Weizenfeld heranwächst.
In den von den Kindern vorgetragenen Fürbitten wurde besonders für Menschen gebetet, die schwere Zeiten durchleben – für Traurige, Kranke oder Zerstrittene. Als Zeichen der Hoffnung auf neues Leben wurden auch für sie Weizenkörner gesät.
Bei der Kindersegnung erhielten die Kinder ein gelbes Band für ihren Palmbuschen. Herzliche Einladung zum Gottesdienst am kommenden Sonntag, dem Palmsonntag, um 10:15 Uhr (Treffpunkt am Marienbrunnen). Die gesammelten bunten Bänder sind für die Palmbuschen der Kinder bestimmt.
